Kameras, KI, eine Verzögerung – und das Modell, auf das die meisten noch warten
Die AirPods Pro 3 wurden im September 2025 vorgestellt. Im Frühjahr 2026 arbeitete Apple Berichten zufolge bereits an einem Modell oberhalb der Pro-Reihe. Gleichzeitig haben die AirPods 5 – das Modell, auf das viele Nutzer insgeheim warten – weder einen bestätigten Veröffentlichungstermin noch überhaupt ein konkretes Zeitfenster.
Das ist kein gewöhnlicher Produktzyklus.
Apple aktualisiert seine AirPods-Reihe nicht einfach nur. Das Unternehmen ordnet sie neu. Deshalb lautet die eigentliche Frage nicht, welche AirPods die neuesten sind, sondern welches Modell am besten zu dem passt, was du tatsächlich von ihnen erwartest.
Die Produktpalette im Überblick
Bevor wir uns anschauen, was noch kommt, hier der aktuelle Stand:
- AirPods 4 (129 US-Dollar / 179 US-Dollar mit ANC) – Open-Ear-Design, H2-Chip, Apples Standardmodell für den Alltag
- AirPods Pro 3 (249 US-Dollar) – In-Ear-Design, H2-Chip, Herzfrequenzmessung und verbessertes ANC
- AirPods Ultra (Gerücht, ca. 349 US-Dollar oder mehr) – In-Ear-Design, voraussichtlich H3-Chip, Infrarotkameras und Fokus auf KI-Funktionen
- AirPods 5 (Gerücht, kein Zeitplan bekannt) – Open-Ear-Design, voraussichtlich H3-Chip, klassisches Modell-Update
Ein Detail, das viele Berichte übersehen: Sowohl die AirPods 4 als auch die AirPods Pro 3 nutzen denselben H2-Chip – genau den Chip, den Apple bereits 2022 eingeführt hat.
Der H3-Chip ist bislang noch nicht erschienen. Nach aktuellen Gerüchten hält Apple ihn zunächst für die AirPods Ultra und später für die AirPods 5 zurück.
Vier Modelle, vier unterschiedliche Zielgruppen
| Merkmal | AirPods 4 | AirPods Pro 3 | AirPods Ultra (Gerücht) | AirPods 5 (Gerücht) |
|---|---|---|---|---|
| Preis | 129 / 179 US-Dollar | 249 US-Dollar | ca. 349 US-Dollar | ca. 129–179 US-Dollar |
| Chip | H2 | H2 | H3 (erwartet) | H3 (erwartet) |
| Design | Open Ear | In Ear | In Ear mit längerem Stiel | Open Ear (erwartet) |
| ANC | Optional | ✓, doppelt verbessert | ✓ erwartet | Optional erwartet |
| Herzfrequenzmessung | ✗ | ✓ | ✓ erwartet | ✗ |
| Infrarotkamera | ✗ | ✗ | ✓ Hauptfunktion | ✗ |
| Visual Intelligence / Siri | ✗ | ✗ | ✓ abhängig von iOS 27 | ✗ |
| Spatial Audio (Vision Pro) | Basis | ✓ | Erweiterte Version erwartet | Basisversion erwartet |
| Wasserschutz | IP54 | IP57 | Noch offen | Noch offen |
| Bereits erhältlich | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Ideal für | Alltag | Fitness & Gesundheit | Frühe KI-Enthusiasten | Nutzer, die auf ein klassisches Upgrade warten |
Die AirPods 4 liefern genau das, was man erwartet. Für 179 US-Dollar erhältst du leichtere und bequemere Ohrhörer mit optionaler Geräuschunterdrückung – Funktionen, die früher ausschließlich den Pro-Modellen vorbehalten waren.
Sie wollen weder Gesundheitsgerät noch KI-Assistent sein. Es sind einfach gute Ohrhörer, die nahtlos mit deinem iPhone zusammenarbeiten.

Bei den AirPods Pro 3 hat Apple begonnen, die AirPods stärker in Richtung Gesundheitsfunktionen weiterzuentwickeln. Die wichtigste Neuerung ist der Herzfrequenzsensor. Mithilfe unsichtbaren Infrarotlichts, das 256-mal pro Sekunde den Blutfluss misst, kann die Herzfrequenz bei mehr als 50 verschiedenen Trainingsarten erfasst werden.
Auch das Active Noise Cancelling wurde gegenüber den AirPods Pro 2 spürbar verbessert. Dank IP57-Zertifizierung kommen die Ohrhörer problemlos mit Schweiß und Regen zurecht.
Was ihnen allerdings fehlt, ist ein neuer Chip. Sämtliche rechenintensiven Aufgaben werden weiterhin vom iPhone übernommen.
Außerdem verfügen die AirPods Pro 3 bereits über Hardware, die verlustfreie Audiowiedergabe ermöglichen könnte. Apple hat diese Funktion bisher allerdings noch nicht freigeschaltet.

Die AirPods Ultra stellen dagegen etwas grundlegend anderes dar – nicht einfach nur eine bessere Version der Pro-Modelle.
Da Apple seine „Ultra“-Marke 2026 auf immer mehr Produkte ausweitet – vom iPhone Ultra bis zum MacBook Ultra –, erscheint eine eigenständige AirPods-Ultra-Reihe oberhalb der Pro-Serie mittlerweile wahrscheinlicher als eine weitere Pro-Variante.
Die Infrarotkameras sind nicht zum Fotografieren oder Filmen gedacht. Sie sollen Umgebungsinformationen erfassen und an eine neue Generation von Siri weitergeben. Dadurch könnte Siri verstehen, worauf du gerade blickst, ohne dass du dein iPhone aus der Tasche holen musst – etwa eine Speisekarte, ein Produkt im Regal oder ein Etikett.
Analyst Ming-Chi Kuo sieht außerdem erweitertes Spatial Audio in Verbindung mit der Apple Vision Pro als möglichen Anwendungsfall. Neuere Berichte von Bloomberg-Journalist Mark Gurman erwähnen allerdings keine Gestensteuerung mehr – eine Funktion, die Kuo bereits 2024 vorhergesagt hatte. Das deutet darauf hin, dass Apple den endgültigen Funktionsumfang noch nicht vollständig festgelegt hat.
Der erwartete H3-Chip würde die notwendige Echtzeitverarbeitung ermöglichen. Anspruchsvollere Aufgaben könnten weiterhin per Bluetooth an das iPhone ausgelagert werden.
Die AirPods 5 sind die unauffälligste Geschichte im gesamten Line-up. Nach aktuellem Stand gibt es weder Kameras noch Gesundheitssensoren. Stattdessen wird lediglich ein Upgrade auf den H3-Chip erwartet, das besseren Klang und geringere Latenzen ermöglichen soll.
Für viele Nutzer ist genau das die Verbesserung, auf die sie gewartet haben.
Das Problem: Es gibt bislang überhaupt keinen Zeitplan.
Warum sich die AirPods Ultra verspätet haben – und warum das wichtig ist
Apple plante ursprünglich, die AirPods mit Kamerafunktion bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt zu bringen.
Dazu kam es nicht.
Laut Bloomberg liegt die Ursache nicht bei der Hardware, sondern bei Siri.
Die Ohrhörer sollen interne Tests bereits erfolgreich bestanden haben und sich in einem Zustand befinden, der nahezu produktionsreif ist. Die Massenproduktion könnte schon bald beginnen.
Das Design steht offenbar fest. Die Funktionen ebenfalls.
Was fehlt, ist die neue, KI-gestützte Siri, auf der das gesamte Produktkonzept aufbaut. Diese hängt eng mit iOS 27 zusammen, dessen Veröffentlichung aktuell für September gemeinsam mit der iPhone-18-Serie erwartet wird.
Genau diese Abhängigkeit ist die eigentliche Geschichte.
Eine Infrarotkamera an einem AirPods-Stiel blickt aus Ohrhöhe auf ihre Umgebung. Dadurch ergeben sich zwangsläufig Einschränkungen beim Sichtfeld und bei der Lichtaufnahme.
Das sind physikalische Grenzen, die sich nicht ändern werden.
Eine leistungsfähige KI kann diese Einschränkungen ausgleichen und trotzdem nützliche Funktionen liefern.
Eine mittelmäßige KI macht sie dagegen erst richtig sichtbar.
Die AirPods Ultra verkaufen dir letztlich keine Kamera.
Sie verkaufen dir das, was diese Kamera ermöglichen soll.
Und das ist in erster Linie eine Software-Frage.
Die Kamera, der niemand in deiner Umgebung zugestimmt hat
Die meisten Berichte über die AirPods Ultra konzentrieren sich darauf, was die Kameras leisten können.
Weniger Aufmerksamkeit bekommt die Frage, was das für die Menschen in der Umgebung bedeutet.
AirPods sind sozial nahezu unsichtbar.
Man trägt sie im Fitnessstudio, im Büro oder im Café, ohne dass jemand groß darauf achtet. Nichts an ihrem Erscheinungsbild signalisiert, dass Sensoren nach außen gerichtet sind.
Der Träger hat dieser Datenerfassung zugestimmt.
Die Menschen um ihn herum nicht.
Vergleicht man das mit den Smart Glasses von Meta und Ray-Ban, fällt ein wichtiger Unterschied auf. Diese wurden häufig wegen möglicher Überwachungsbedenken kritisiert, sind aber zumindest optisch klar als Smart Device erkennbar.
AirPods Ultra wären in der Öffentlichkeit deutlich schwerer als solche zu identifizieren.
Apple betont, dass die Kameras lediglich niedrig aufgelöste Umgebungsdaten erfassen und keine fotoähnlichen Bilder aufnehmen. Eine Status-LED am Stiel soll aktive Datenerfassung anzeigen.
Ob das ausreicht – und ob Menschen in der Umgebung das überhaupt bemerken – ist eine andere Frage.
Es gibt allerdings auch ein starkes Gegenargument: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen könnten solche Funktionen tatsächlich einen enormen Mehrwert bieten.
Die Technologie selbst ist nicht zwangsläufig problematisch.
Entscheidend ist, ob gesellschaftliche Erwartungen und Transparenz mit der Hardwareentwicklung Schritt halten.
Darüber sollte man zumindest nachdenken – selbst wenn es die eigene Kaufentscheidung am Ende nicht beeinflusst.
Was Nutzer tatsächlich dazu sagen
Die Reaktionen auf die AirPods-Ultra-Gerüchte fallen überwiegend positiv, aber vorsichtig aus.
Auf Reddit, YouTube und in Technikforen überwiegt weniger Begeisterung als vielmehr interessierte Skepsis.
Viele finden die Idee spannend, stehen aber nicht unbedingt Schlange, um sie als Erste auszuprobieren.
Die häufigste Reaktion lautet sinngemäß: Das wirkt wie die Zukunft.
Und das ist oft nur eine höfliche Umschreibung für: Es fühlt sich noch nicht ganz fertig an.
Die Diskussionen rund um die AirPods 5 sind deutlich ruhiger.
Viele Interessenten nutzen aktuell AirPods 3 oder AirPods 4 und wünschen sich einfach eine zeitgemäße Aktualisierung der Standardserie – ohne Kameras, ohne KI-Ambitionen, einfach mit besserem Klang und einem fairen Preis.
Der gemeinsame Nenner beider Diskussionen:
Die meisten Nutzer haben grundsätzlich nichts dagegen, dass Apple AirPods zu einer KI-Schnittstelle weiterentwickelt.
Sie möchten nur nicht, dass dabei die Dinge verloren gehen, die AirPods überhaupt erfolgreich gemacht haben:
● lange Akkulaufzeit
● hoher Tragekomfort
● gute Klangqualität
● zuverlässige Funktion
Welche AirPods solltest du also kaufen?
Wenn du sofort neue AirPods möchtest und keine Gesundheitsfunktionen brauchst, sind die AirPods 4 mit ANC für 179 US-Dollar die sinnvollste Wahl. Der H2-Chip ist ausgereift und zuverlässig, und du zahlst nicht für Funktionen, die du vermutlich nie nutzen wirst.
Wenn du regelmäßig mit deinem iPhone trainierst und Wert auf Gesundheitsdaten legst, sind die AirPods Pro 3 für 249 US-Dollar die bessere Wahl. Die Herzfrequenzmessung arbeitet präzise, das ANC wurde deutlich verbessert und die IP57-Zertifizierung bewährt sich auch im Alltag.
Wenn du vor allem auf die KI-Funktionen wartest, solltest du die AirPods Ultra im Auge behalten – aber mit realistischen Erwartungen. September 2026 gilt derzeit als optimistischstes Szenario und hängt direkt mit dem Start von iOS 27 zusammen.
Letztlich wird der Erfolg nicht von der Hardware abhängen, sondern davon, wie leistungsfähig die neue Siri tatsächlich sein wird.
Wenn du dagegen einfach bessere AirPods möchtest, ohne Kameras oder KI, wartest du vermutlich auf die AirPods 5.
Nur gibt es dafür bislang keinerlei Zeitplan.
Falls dir das zu ungewiss erscheint, sind die AirPods 4 die vernünftige Zwischenlösung, bei der du nicht das Gefühl haben musst, einen Kompromiss einzugehen.
Während du wartest: Schütze, was du bereits hast
Egal, für welches Modell du dich entscheidest – AirPods 4, AirPods Pro 3 oder später vielleicht AirPods Ultra – eines bleibt immer gleich:
Das Ladecase steckt am meisten ein.
Es wandert täglich mehrfach in die Tasche und wieder heraus, landet auf Badezimmerablagen oder zwischen Schlüsseln und Kabeln im Rucksack.
Deshalb ist das Ladecase meist der erste Teil eines AirPods-Setups, der sichtbare Gebrauchsspuren zeigt.
Und sollte Apple tatsächlich AirPods Ultra mit längerem Stiel und integrierten Kameras veröffentlichen, gäbe es sogar noch mehr Oberfläche, die geschützt werden müsste.
ESR bietet bereits Schutzhüllen für die AirPods 4 (2024) und AirPods Pro 3 (2025) an. Die MagSafe-kompatiblen Cases unterstützen kabelloses Laden, ohne dass die Hülle entfernt werden muss, und verfügen über zweischichtigen Fallschutz für echte Alltagssituationen statt reiner Labortests.
Zur Auswahl stehen verschiedene Serien:
● Cyber – mit magnetischer Deckelverriegelung
● Orbit – Hybrid-Konstruktion
● Cloud – schlankes Silikondesign
Jedes Modell wurde exakt auf die jeweiligen Abmessungen abgestimmt, sodass Passgenauigkeit nicht dem Zufall überlassen wird.
Und falls die AirPods Ultra tatsächlich erscheinen?
Sobald Apple das finale Design bestätigt, wird ESR auch dafür passende Hüllen anbieten.
Bis dahin findest du das aktuelle Sortiment auf der ESR-Website: esrtech.com/collections/airpods-cases.