Das erste iPhone Ultra wird voraussichtlich Apples bisher ambitioniertestes iPhone – und gleichzeitig eines der größten Risiken des Unternehmens.
Als erstes faltbares iPhone verspricht es ein völlig neues Nutzungserlebnis. Gleichzeitig bringt ein Gerät der ersten Generation immer gewisse Unsicherheiten mit sich.
Bei einem erwarteten Einstiegspreis von rund 2.300 US-Dollar lautet die eigentliche Frage nicht nur, ob Apple ein gutes faltbares Smartphone entwickeln kann.
Die wichtigere Frage ist:
Solltest du direkt bei der ersten Generation einsteigen oder auf die Verbesserungen warten, die normalerweise mit der zweiten Version kommen?
Für Early Adopter könnte das iPhone Ultra einer der spannendsten iPhone-Starts seit Jahren werden.
Aber für alle, die so viel Geld für eine komplett neue Geräteklasse ausgeben möchten, sollte die Entscheidung gut überlegt sein.
Möchtest du zu den Ersten gehören, die Apples faltbare Ära erleben?
Oder lässt du lieber andere Nutzer testen, bevor du selbst einsteigst?
Das solltest du vor deiner Entscheidung bedenken.
Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass der Launch komplizierter werden könnte als ein typischer iPhone-Start.
Das iPhone Ultra soll möglicherweise zusammen mit der iPhone-18-Reihe im September vorgestellt werden, aber erst etwa im Oktober tatsächlich erhältlich sein.
Außerdem soll die erste Produktionsmenge Berichten zufolge auf ungefähr eine Million Geräte begrenzt sein.
Nichts davon wurde bisher von Apple bestätigt.
Aber diese Informationen erhöhen die Unsicherheit bei einer Entscheidung, die ohnehin nicht einfach ist.
Apple hat dieses Vorgehen bereits genutzt
Falls sich die Verzögerung bestätigt, wäre dies nicht das erste Mal, dass Apple ein völlig neues Produkt auf diese Weise auf den Markt bringt.
Das iPhone X wurde 2017 zusammen mit dem iPhone 8 vorgestellt, erschien aber ungefähr zwei Monate später als die anderen Modelle der Generation.
Auch nach dem Verkaufsstart war es monatelang schwer erhältlich.
Vorbestellplätze waren innerhalb weniger Minuten vergeben, Händler verlangten teilweise deutlich höhere
Preise und eine normale Verfügbarkeit stellte sich erst später ein.
Dass das iPhone Ultra ein ähnliches Muster zeigen könnte, wäre also keine Überraschung.
Es wäre vielmehr ein bekanntes Vorgehen:
Wenn Apple in eine völlig neue Produktkategorie einsteigt, akzeptiert das Unternehmen häufig eine höhere Nachfrage als verfügbare Stückzahlen – anstatt die Produktion zu überstürzen, bevor Hardware und Fertigungsprozesse vollständig optimiert sind.
Bei einem faltbaren Smartphone ist diese Vorsicht sogar noch nachvollziehbarer als beim iPhone X.
Denn ein Foldable ist deutlich komplexer als ein klassisches Smartphone mit flachem Display.
Wenn Sie ein langjähriger Besitzer eines Galaxy Fold sind und den Wechsel in Betracht ziehen, sollten Sie sich nicht wirklich um den Hardware-Vergleich sorgen. Es ist der Wechsel selbst.
Was bedeutet das praktisch für dich?
Wenn du eines direkt zum Start kaufen möchtest, solltest du die sechs Wochen zwischen Vorstellung im September und tatsächlicher Verfügbarkeit im Oktober nicht als Wartezeit sehen.
Diese Zeit solltest du nutzen, um deine Vorbestellung vorzubereiten.
Selbst wenn die erste Charge tatsächlich eine Million Geräte umfasst, ist das nur ein Bruchteil dessen, was Apple normalerweise bei einem neuen iPhone innerhalb der ersten Wochen verkauft.
Das bedeutet:
„Bestellbar“ und „problemlos verfügbar“ könnten beim iPhone Ultra für längere Zeit zwei verschiedene Dinge sein.
Was bekommst du tatsächlich für 2.300 US-Dollar?
Ein Einstiegspreis von rund 2.300 US-Dollar würde das iPhone Ultra über nahezu die gesamte aktuelle Apple-Produktpalette setzen – mit Ausnahme des Mac Pro und des Pro Display XDR.
Zum Vergleich:
Dieser Preis liegt:
● über dem Einstiegspreis eines MacBook Air
● ungefähr auf dem Niveau eines mittleren MacBook Pro
● ähnlich wie ein 11-Zoll-iPad Pro inklusive Magic Keyboard und Apple Pencil
Apple hat diesen Preisbereich bei einem iPhone bisher noch nie getestet.
Selbst voll ausgestattete iPhone-Pro-Max-Modelle mit maximalem Speicher lagen historisch deutlich darunter.
Das ist deshalb ein wichtiger neuer Faktor.
Denn die Frage „Lohnt sich kaufen oder warten?“ bekommt bei dieser Generation mehr Gewicht als bei normalen iPhone-Upgrades.
Der Grund:
Wenn du bei einem Produkt der ersten Generation einsteigst, ist das Risiko größer – besonders wenn bereits der Einstiegspreis außergewöhnlich hoch ist.
Das Preis- und Nachfrage-Paradoxon
Hier entsteht ein interessantes Spannungsfeld:
Je höher der Preis, desto schwieriger lässt sich die Nachfrage einschätzen.
Weniger Menschen können oder wollen sich ein solches Gerät leisten.
Außerdem hat Apple keine direkten Erfahrungswerte damit, wie sich ein 2.300-Dollar-iPhone verkaufen würde.
Gleichzeitig besitzt ein völlig neues Apple-Produkt eine besondere Anziehungskraft, die normale Preis-Nachfrage-Regeln nicht vollständig erklären können.
Die Tatsache, dass es:
● das erste faltbare iPhone ist
● möglicherweise nur begrenzt verfügbar sein wird
● als einziges Foldable iOS bietet
könnte für manche Käufer allein schon ein Grund sein, den Preis zu akzeptieren.
Genau dieses Spannungsfeld macht die Situation kompliziert:
Eine kleine erste Produktionsmenge bedeutet nicht automatisch geringe Nachfrage.
Und eine hohe Nachfrage bedeutet nicht automatisch, dass der Preis gerechtfertigt ist.
Die beiden normalen Fragen:
„Ist dieses Produkt beliebt?“
und
„Ist dieses Produkt sein Geld wert?“
lassen sich diesmal schwerer voneinander trennen.
Wenn du überlegst, direkt eines der ersten Geräte zu kaufen, solltest du ehrlich sein:
Geht es dir wirklich um den Nutzen des Geräts – oder darum, zu den Ersten zu gehören?
Warten hat jetzt mehrere Ebenen
Da inzwischen sowohl eine mögliche Verzögerung als auch eine begrenzte Verfügbarkeit im Raum stehen, bedeutet „warten“ nicht mehr nur eine einzige Option.
Es gibt mehrere Möglichkeiten – und jede hat ihren eigenen Preis.
Sechs Wochen warten (Vorstellung im September bis Verfügbarkeit im Oktober)
Kosten: gering
Das ist hauptsächlich eine Frage der Geduld, nicht des Risikos.
Du wartest lediglich darauf, dass das Gerät tatsächlich erhältlich ist.
Auf bessere Verfügbarkeit warten (wahrscheinlich nachdem die erste Charge verkauft ist)
Kosten: mittel
Du vermeidest den größten Stress rund um den Verkaufsstart und mögliche überhöhte Preise bei Wiederverkäufern.
Allerdings kaufst du weiterhin dieselbe erste Generation – inklusive aller offenen Fragen und möglicher Kinderkrankheiten.
Auf die zweite Generation warten
Kosten: höchste Wartezeit, geringstes Risiko
Du bekommst ein Gerät, das Apple eine komplette Entwicklungsrunde lang verbessern konnte.
Wenn Apple mit dem iPhone Ultra ähnlich vorgeht wie bei anderen neuen Produktkategorien, könnte die zweite Generation viele Schwächen des ersten Modells beseitigen.
Falls sich außerdem Berichte bestätigen, dass Apple gleichzeitig weitere Bereiche der Produktpalette überarbeitet, könnte sich das längere Warten zusätzlich lohnen.
Ein faltbares iPhone der zweiten Generation zusammen mit einem größeren Design-Update wäre
wahrscheinlich ein deutlich größerer Schritt nach vorne als nur ein kleines Hardware-Upgrade.
Wichtig:
Nichts davon ist bestätigt.
Es sind Faktoren, die du berücksichtigen solltest – aber keine Entscheidung, die dir jemand abnehmen kann.
Wenn du eine aktuellere Frage stellst – nämlich ob du lieber jetzt ein iPhone 17 Pro kaufen solltest, statt diesen gesamten Zyklus abzuwarten – haben wir die Situation separat analysiert:
„Solltest du jetzt das iPhone 17 kaufen oder auf das iPhone 18 warten?“
Dort geht es unter anderem um mögliche Preissteigerungen und den geteilten iPhone-18-Launch.

Wechselst du von einem Samsung Fold? Das verändert sich wirklich
Wenn du bereits ein Galaxy Fold nutzt und über den Wechsel nachdenkst, ist der reine Hardwarevergleich nicht der wichtigste Punkt.
Die eigentliche Herausforderung ist der Wechsel des Systems.
Viele Jahre Android-Gewohnheiten lassen sich nicht einfach übertragen.
Deine:
● App-Anordnung
● Widget-Konfiguration
● individuellen Lösungen für Multitasking mit geteiltem Bildschirm
wechseln nicht automatisch mit.
iOS geht mit einem großen faltbaren Display anders um als Samsungs One UI.
Auch Apples Umgang mit Drittanbieter-Apps für neue Geräteformen war historisch vorsichtiger als Samsungs Ansatz – zumindest in den ersten ein bis zwei Jahren.
Das ist ein echter Aufwand, unabhängig von:
● Displayqualität
● Scharnier-Langlebigkeit
● Preisfragen
Die Ökosystem-Frage wird besonders wichtig, wenn du bereits stark im Apple-Universum bist:
● Mac
● AirPods
● Apple Watch
Für diese Nutzer ist der Wechsel einfacher, weil alle anderen Geräte bereits miteinander verbunden sind.
Für Android-Nutzer, die bisher keine anderen Apple-Produkte besitzen, ist genau dieser Wechsel die größte Hürde.
Keine noch so gute Scharnier-Technologie – und auch keine begrenzte Verfügbarkeit zum Start – ändert daran etwas.
Für einen vollständigen Vergleich zwischen Samsung Fold und iPhone Fold bezüglich Technik, Design und Nutzung haben wir die Unterschiede separat analysiert:
Samsung Creaseless Fold vs. iPhone Fold: Design, Ökosystem und Zielgruppen
Solltest du vor dem Launch eine Hülle oder Displayschutz kaufen?
Aus reiner Schutzperspektive:
Ja.
Eine Hülle und ein Displayschutz möglichst früh zum Verkaufsstart bereitzuhalten, ist grundsätzlich die richtige Entscheidung.
Ein Gerät mit einem erwarteten Einstiegspreis von etwa 2.300 US-Dollar und einem flexiblen Innendisplay, das grundsätzlich empfindlicher ist als herkömmliches Glas, sollte nicht einmal für einen Tag ungeschützt genutzt werden.
Das gilt möglicherweise noch stärker, wenn die Verfügbarkeit zum Start begrenzt ist.
Denn ein beschädigtes Gerät könnte schwieriger schnell ersetzt werden.

Das Problem ist nicht die Idee – sondern der Zeitpunkt
Das iPhone Ultra ist noch einige Monate vom Verkaufsstart entfernt.
Viele Zubehörhersteller – auch Hüllen-Produzenten – können ihre Produkte erst final entwickeln, wenn die genauen Maße, das Scharnier-Design und die Faltmechanik endgültig feststehen.
Das betrifft aktuell die gesamte Branche und nicht nur einzelne Hersteller.
Der aktuelle Stand bei Foldable-Zubehör
Der Markt für faltbares Zubehör wird aktuell fast vollständig von Samsung dominiert.
Spigen und die offiziellen Hüllen von Samsung Electronics gehören zu den bekanntesten Namen unter Galaxy-Fold-Nutzern.
Beide Unternehmen arbeiten seit Jahren an denselben grundlegenden Problemen:
● das Scharnier schützen, ohne die Beweglichkeit einzuschränken
● das empfindlichere Innendisplay schützen
● ausreichend Schutz bieten, ohne das Gerät zu dick oder unhandlich zu machen
Bisher hat jedoch kein Hersteller alle drei Herausforderungen gleichzeitig vollständig gelöst.
Das ist ein Problem der gesamten Foldable-Kategorie – nicht nur von Apples zukünftiger Version.
Wir lassen dieses Thema nicht einfach außen vor.
Als Hersteller von iPhone-Zubehör beobachten wir seit Jahren dieselben Herausforderungen, mit denen Galaxy-Fold-Nutzer konfrontiert sind.
Wir arbeiten bereits daran, diese Probleme bei einem echten iPhone Ultra/Fold anders zu lösen, sobald ein finales Gerät verfügbar ist.
Konkrete Details können wir aktuell noch nicht teilen.
Aber wenn dich bisher:
● zu große Foldable-Hüllen
● schlecht haltende Displayschutzlösungen
● Probleme an der Faltstelle
gestört haben, lohnt es sich, diesen Bereich im Auge zu behalten.
Wir glauben, dass wir hier eine bessere Lösung entwickeln können und freuen uns darauf, sie später zu zeigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kommt das iPhone Ultra wirklich erst im Oktober statt im September?
Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass Apple das iPhone Ultra zusammen mit der restlichen iPhone-18-Reihe im September vorstellen könnte, der tatsächliche Verkaufsstart aber um etwa sechs Wochen verschoben wird und somit erst im Oktober erfolgt.
Apple hat dies bisher nicht bestätigt.
Falls sich dieser Zeitplan bewahrheitet, würde er an den Start des iPhone X im Jahr 2017 erinnern. Auch damals erschien das Gerät später als die anderen Modelle der Generation und war danach über mehrere Monate hinweg schwer verfügbar.
Wie begrenzt wird die erste Produktionsmenge voraussichtlich sein?
Einige Berichte sprechen von einer ersten Produktionsmenge von ungefähr einer Million Geräten. Im Vergleich zu einem normalen iPhone-Launch ist das sehr wenig.
Falls diese Einschätzung stimmt, könnte die Nachfrage nach dem Verkaufsstart zunächst deutlich höher sein als die verfügbare Menge – ähnlich wie beim iPhone X.
Wichtig: Diese Zahl ist nur eine frühe Schätzung und wurde von Apple nicht bestätigt.
Lohnt sich ein Einstiegspreis von 2.300 US-Dollar für das iPhone Ultra?
Ein solcher Preis würde das iPhone Ultra über allen bisherigen iPhone-Modellen und sogar oberhalb des Einstiegspreises eines MacBook Air positionieren. Apple hat einen solchen Preisbereich bei einem iPhone bisher noch nie genutzt.
Ob sich das Gerät lohnt, hängt deshalb weniger von der reinen Summe ab, sondern davon, welchen Wert du darin siehst:
- Möchtest du zu den Ersten gehören, die Apples erstes faltbares iPhone nutzen?
- Oder möchtest du lieber warten, bis eine zweite Generation ausgereifter und möglicherweise leichter zu rechtfertigen ist?
Die Entscheidung hängt letztlich davon ab, wie wichtig dir die erste Generation ist.
Sollte ich auf die zweite Generation des iPhone Ultra warten?
Wenn du typische Nachteile einer ersten Generation vermeiden möchtest, spricht einiges fürs Warten.
Die Entwicklung früher Produktgenerationen zeigt, dass faltbare Smartphones zwischen der ersten und zweiten Generation häufig deutlich verbessert werden.
Allerdings kann auch die erste Generation eine gute Wahl sein – besonders wenn du:
- neue Technologien gerne früh ausprobierst,
- mit einer begrenzten Verfügbarkeit zum Start leben kannst und
- den hohen Preis akzeptierst.
Die Frage ist also, wie viel Risiko du eingehen und wie lange du warten möchtest.
Lohnt sich der Wechsel vom Galaxy Fold zum iPhone Ultra?
Das hängt weniger von der Hardware selbst ab, sondern vor allem von deinem aktuellen Ökosystem.
Wenn du bereits Apple-Geräte wie einen Mac, AirPods oder eine Apple Watch nutzt, wird der Wechsel wahrscheinlich deutlich einfacher.
Wenn du dagegen komplett im Android-Ökosystem mit einem Galaxy Fold unterwegs bist, bedeutet der Wechsel mehr als nur ein neues Smartphone. Du musst dich auch an ein neues System gewöhnen, darunter:
- eine andere Bedienung,
- ein anderes Multitasking und
- eine andere App-Struktur.
Dieser Aufwand bleibt derselbe – egal, ob du das Gerät direkt zum Start oder erst später kaufst.
Sollte ich jetzt ein iPhone 17 Pro kaufen oder auf das iPhone Ultra warten?
Das hängt hauptsächlich von deinem Bedarf und dem richtigen Zeitpunkt ab.
Das iPhone 17 Pro ist weiterhin eine sehr starke Wahl, wenn:
- du sofort ein neues Gerät brauchst,
- du eine bewährte Produktlinie bevorzugst oder
- du kein Interesse an einem faltbaren Smartphone hast.
Wenn dich aber speziell die neue Fold-Kategorie interessiert, kann es sinnvoll sein abzuwarten und zu sehen:
- wie sich das Gerät im Alltag schlägt,
- wie hoch der tatsächliche Preis ausfällt und
- wie gut die Verfügbarkeit nach dem Launch ist.
Wann wird Zubehör für das iPhone Ultra verfügbar sein?
Zubehör ist normalerweise nicht vor dem offiziellen Launch erhältlich – und oft auch nicht unmittelbar danach.
Hersteller benötigen finale technische Daten, bevor sie kompatible Produkte entwickeln können. Gerade bei einem faltbaren Gerät ist das besonders wichtig: Eine noch nicht endgültig festgelegte Scharniermechanik und genaue Faltmaße machen die Entwicklung von Hüllen und Displayschutz deutlich schwieriger.
Das betrifft aktuell die gesamte Zubehörbranche. Sobald Apple das Gerät offiziell veröffentlicht hat, wird passendes Zubehör normalerweise kurze Zeit später verfügbar sein.